Spaltaxt: Holz spalten mit einem Schlag


Eine Spaltaxt wird eingesetzt, um Rundholz in Scheite zur spalten, die dann als Brennholz verheizt werden.

Spaltäxte eignen sich besonders zum Spalten von Nadelholz. Langfaseriges Holz lässt sich mit etwas Kraft und dem keilförmigen Axtkopf häufig schon mit einem Schlag zerteilen.

Wie Sie die perfekte Spaltaxt für Sie finden, welche Unterschiede es gibt und worauf Sie beim Kauf achten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Spaltaxt Vergleich

Die wohl bekanntesten und beliebtesten Hersteller von Spaltäxten sind Fiskars, Ochsenkopf und Gränsfors.

In der folgenden Tabelle finden Sie die wichtigsten Details zu den Spaltäxten auf einen Blick. Die Spaltäxte sind nach Länge geordnet. Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Vorstellung“ gelangen Sie zu unserer ausführlichen Vorstellung mit weiteren Details und Tipps zu der jeweiligen Axt.

Zum Aufklappen des Vergleichs bitte klicken

Eigenschaften und Aufbau einer Spaltaxt

Spaltäxte bestehen im Wesentlichen aus zwei Teilen: Dem Kopf mit der Schneide und dem Stiel, an dessen Ende sich häufig ein Knauf befindet.

Um eine große Spaltkraft zu erreichen, weist der Kopf einer Spaltaxt im Gegensatz zu dem einer Fäll- oder Universalaxt einen breiteren Kopf mit einem Keilwinkel von 35 bis 40 Grad auf. Die Schneide ist nicht wie ein flacher Keil geschliffen, sondern bogenförmig. Durch diesen sog. Ballenschliff verkeilt sich der Axtkopf nicht so leicht im Holz. Da man mit einer Spaltaxt in Richtung der Faser und nicht quer zur Faser spaltet, muss die Schneide nicht besonders scharf sein.

Das Kopfgewicht liegt zwischen 0,8 und 2,3 kg, das Gesamtgewicht zwischen 1,5 und 2,5 kg. Die Schneiden der meisten Spaltäxte sind zwischen 7 und 9 cm lang.

Der Stiel wird meist aus Holz oder glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. Die Gesamtlänge der meisten Äxte liegt zwischen 65 und 95 cm.

Wie Sie die richtige Spaltaxt finden

Bei der Auswahl der zu Ihnen passenden Spaltaxt sind deren Größe und deren Gewicht entscheidend.

Welche Größe und welches Gewicht das richtige für Sie ist, können Sie ganz einfach selbst testen. Das folgende Video zeigt die beiden Tests:

Die richtige Größe

Mit der Größe der Spaltaxt ist die Stiellänge gemeint. Und die für Sie richtige Stiellänge finden Sie so:

Greifen Sie die Axt direkt hinter dem Axtkopf und halten Sie den Stiel parallel zu Ihrem Arm. Strecken Sie den Arm zur Seite aus. Die Axt hat die richtige Größe, wenn das Ende (der Knauf) bis zu Ihrem Schultergelenk reicht.

Die richtige Größe zu finden ist entscheidend, um mit der Spaltaxt ergonomisch arbeiten zu können. Allgemein gilt, dass ein längerer Stiel zu einem größeren Hebel führt. Je größer der Hebel, desto weniger kräftig muss man zuschlagen, um die gleiche Spaltkraft wie mit einem kürzeren Hebel zu erzielen. Ein längerer Stiel geht aber immer mit einer sinkenden Treffgenauigkeit einher.

Das richtige Gewicht

Eine Axt mit dem richtigen Gewicht finden Sie, indem Sie den Stiel mit einer Hand am Knauf anfassen, den Arm hängen und die Axt locker baumeln lassen. Versuchen Sie dann, nur durch eine Bewegung aus dem Handgelenk, die Axt in eine waagerechte Position zu bringen. Gelingt Ihnen das nicht, ist die Axt zu schwer.

Je schwerer die Axt, desto besser die Spaltwirkung. Eine zu schwere Axt wird allerdings schnell anstrengend. Wenn Sie viel Holz spalten, passt sich Ihr Körper der Belastung an. Nach einiger Zeit werden Sie mit Äxten arbeiten können, die Ihnen am Anfang noch deutlich zu schwer waren.

Worauf Sie bei der Auswahl einer Spaltaxt achten sollten

Um die perfekte Spaltaxt für Sie zu finden, sollten Sie neben der Größe und dem Gewicht noch weitere Faktoren betrachten.

Das Material

Vom Material des Kopfes her unterscheiden sich Spaltäxte kaum. Die Axtköpfe bestehen nahezu immer aus gehärtetem Stahl. Der große Unterschied liegt im Material des Stiels.

Vom Stiel her lassen sich die Äxte in zwei Lager spalten: in die mit Holzstiel und die mit Stiel aus glasfaserverstärktem Kunststoff (kurz GFK). Äxte mit Holzstiel gab es schon vielen Tausenden von Jahren, GFK ist ein vergleichsweise moderner Werkstoff.

Viele Holzarbeiter und Heimwerker schwören auf Äxte mit Holzstielen. Ein ordentlicher Holzstiel fühlt sich in der Hand sehr gut und „natürlich“ an. Häufig wird Hickoryholz verwendet, das sehr robust und widerstandsfähig ist. Achten Sie darauf, dass die Holzfaser parallel zum Stiel verläuft und dass keine Äste verarbeitet sind. Ein schräger Faserverlauf und Äste sind potentielle Bruchstellen. Der Kopf muss extrem fest aus dem Stiel sitzen.

Eine gut gepflegte Axt hält oftmals sehr lange und kann von Generation zu Generation weitergeben werden. Mit der Zeit entwickelt ein Holzstiel eine schöne Patina und bekommt Charakter. Und wenn der Stiel doch mal zu stark beschädigt ist oder gar bricht, kann er relativ einfach ausgewechselt werden.

Im Gegensatz zu Holzstielen sind Stiele aus glasfaserverstärktem Kunststoff untrennbar mit dem Axtkopf verbunden. Das Material liegt gut in der Hand, ist sehr leicht und extrem widerstandsfähig. Wenn der Stiel allerdings doch mal bricht, kann man die ganze Axt wegschmeißen, da sich ein kaputter Stiel nicht auswechseln lässt. Viele Hersteller gewähren allerdings eine Garantie von bis zu 25 Jahren auf das Material. Ein Vorteil von Äxten mit Kunststoffstiel ist, dass Sie diese auch bei etwas höherer Luftfeuchtigkeit lagern können, etwa im Gartenhaus oder in einem feuchten Keller. Kunststoffstiele federn allerdings etwas weniger ab als Holzstiele. Von einigen Holzern wird das als unangenehm empfunden.

Die Verarbeitung

Sehr günstige Äxte aus dem Baumarkt oder vom Discounter weisen häufig kleine Schwächen auf, die Produkte von Markenherstellern nicht haben. Achten Sie auf die Details.

Die Schneide sollte genau mittig vom Knauf liegen. Ist der Kopf verdreht oder der Stiel schief leidet die Treffgenauigkeit. Die Schneide muss nicht messerscharf sein. Völlig stumpf darf sie allerdings auch nicht sein.

Der Kopf darf nicht zu schmal sein, sonst bleibt er häufig im Holz stecken.

Der Stiel sollte gut in der Hand liegen und bombenfest mit dem Kopf verbunden sein. Der Knauf sollte so geformt und dimensioniert sein, dass die Axt Ihnen nicht aus der Hand fallen kann. Eine Antirutschbeschichtung am Stiel sollte nicht zu weit oben beginnen. Die obere Hand muss beim Schlag nach unten gleiten können. Auf Dauer kann es ganz schön nerven, wenn die obere Hand immer schon auf halbem Wege verlangsamt wird. Auch ein klappernder Stielschutz fällt schnell unangenehm auf.

Extras

Manche Äxte verfügen über besondere Merkmale oder werden mit speziellem Zubehör ausgeliefert. Dazu gehören:

  • Ein Schlagschutz am Stiel unter dem Axtkopf. Gerade bei Anfängern oder bei einsetzender Müdigkeit, aber auch echten Profis geht mal ein Schlag daneben. Der Schlagschutz verhindert, dass der Stiel Schaden nimmt, wenn dieser statt des Kopfes mit voller Wucht auf den Holzklotz trifft. Der Schlagschutz ist meist eine Metallplatte an der Vorderseite des Stiels oder eine Manschette, die den Stiel umschließt. Wer einen Schlagschutz improvisieren möchte, kann dicke Schnur oder viele Lagen Panzerband am Kopfende um den Stiel wickeln.
  • Eine Antihaftbeschichtung der Schneide. Diese soll verhindern, dass die Spaltaxt im Holz stecken bleibt.
  • Ein Schneidenschutz aus Leder.
  • Eine lange Garantiedauer.

Wo Sie Ihre Spaltaxt kaufen sollten

In jedem Baumarkt finden Sie mindestens eine Spaltaxt und auch viele Discounter haben regelmäßig welche im Angebot. Ob Aldi, Lidl, Obi oder Bauhaus: Im Laden können Sie die Äxte begutachten, in die Hand nehmen und direkt den Test machen, ob Größe und Gewicht der Spaltaxt zu Ihnen passt und das Werkzeug gut in Ihren Händen liegt.

Doch leider ist die Auswahl dort meist sehr beschränkt und einige Marken dort gar nicht vertreten. Und einen richtigen Werkzeughandel sucht man in vielen Städten heute vergebens.

Da lohnt sich der Blick ins Internet. Bei Versandhändlern wie amazon.de* finden Sie eine riesige Auswahl an Spaltäxten zu günstigen Preisen.

Wie man eine Spaltaxt pflegt

Während der Arbeit wird eine Spaltaxt sehr hart rangenommen. Da ist es nur fair, dem Werkzeug in den Pausen etwas Pflege zu gönnen.

Entfernen Sie zuerst groben Schmutz von Kopf und Stiel. Wischen Sie dann mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel über die Axt, bis sie wieder vollständig sauber ist. Trocknen Sie die Axt danach gut ab. Achten Sie darauf, dass alle Teile vollständig trocken sind.

Sie können die Schneide vor Rost schützen, indem Sie sie mit etwas Öl benetzen. Dazu eignet sich Universalöl, zB. Ballistol.

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Bei Bedarf können Sie die Schneide nachschärfen. Das gelingt mit einem Schleifstein oder einem speziellen Axtschärfer.

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Was ist der Unterschied zwischen Universalaxt und Spaltaxt?

In fast jedem Haushalt findet sich eine Universalaxt. Immer wieder kommt daher die Frage auf, ob man mit einer solchen nicht auch Holz spalten kann.

Unsere Antwort: Universaläxte eignen sich zum Spalten kleiner Scheite, zum Hacken großer oder harter Hölzer sind sie jedoch nur bedingt geeignet.

Das liegt zum einen am geringen Gewicht und am kurzen Stiel einer Universalaxt. Durch den schweren Kopf und den langen Stiel trifft der Kopf einer Spaltaxt mit deutlich mehr Wucht auf das Holz und spaltet es leichter.

Zum anderen ist der Kopf einer Spaltaxt wesentlich dicker und die Schneide in einem stumpferen Winkel angeschliffen als bei einer Universalaxt. Durch den dicken Kopf und den stumpfen Winkel wird eine höhere Spaltkraft erreicht und der Kopf bleibt nicht so leicht im Holz stecken.

Wer nur selten Holz spaltet und hauptsächlich dünne Äste verarbeiten möchte, kann das auch mit einer Universalaxt tun. Wenn Sie allerdings größere Mengen Brennholz spalten möchten, kommen Sie um eine Spaltaxt oder einen Spalthammer nicht herum. Eine Universalaxt eignet sich besser zum Entasten, zum Durchtrennen von Wurzeln und zum Fällen kleinerer Gewächse.